Page 24 - stadtland magazin August 2020
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FORTSETZUNG AUS DEM GELBEN
SKRIPT DES HEIMATVEREINS
Religiöse
Gemeinschaft en
4.1 Pfarrkirche St. Martin
Viele Christen leben in Sendenhorst. Um mitei-
nander Gottesdienst zu feiern, zu beten und Got-
tes Wort zu hören, bauten die Christen inmitten
unserer Stadt die Pfarrkirche St. Martin. Sie ist
der Versammlungsort der Gemeinde zur Ehre
Gottes. Fährt man auf Sendenhorst zu, sieht man
schon von weitem die Pfarrkirche St. Martin mit
ihren Türmen, wovon der Westturm 75 m hoch
ist. Beim Stadtbrand im Jahre 1806 wurde die
kleine alte Pfarrkirche schwer beschädigt, sogar
die Glocken im Turm waren von der Hitze des war. Auf dem Kirchplatz lagerten die großen Der Sendenhorster Künstler Bernhard Klein-
Feuers geschmolzen. Pfarrer Franz Darup ließ Steinquader, bis sie von den Steinmetzen für die hans hat den Altar geschaffen. Der Altar ist
die alte Kirche zunächst reparieren und erst sein Säulen und den Westturm mit Meißel und Ham- ein Tisch, an dem der Priester dem Volk zuge-
Nachfolger Pfarrer Bernhard Lorenbeck begann mer behauen wurden. wandt das Mahl des Herrn feiert. Das Kreuz,
mit dem Neubau der jetzigen Kirche. Die Plä- Am 15. November 1865 kam der Bischof Johann das über dem Altar hängt, stammt ebenfalls von
ne ließ er dafür vom damaligen Dombaumeister Georg Müller nach Sendenhorst, um hier die neue Bernhard Kleinhans. Es stellt nicht nur den ge-
Statz aus Köln anfertigen, weshalb wir bei der Pfarrkirche St. Martin für die Feier der Gottes- kreuzigten Jesus dar, sondern deutet auch hin
Sendenhorster St. Martinikirche von „Rheini- dienste zu weihen. Pfarrer Lorenbeck durfte diesen auf seine Auferstehung: Die Kreuzesbalken
scher Neugotik“ sprechen: ein hoher Innenraum Tag nicht mehr erleben, denn er war am 6.Januar sind zum Licht hin durchbrochen und der ge-
mit schlanken Säulen, spitzen Bögen und Fens- im selben Jahr verstorben. Aber auch nach der Wei- kreuzigte Jesus steht als Sieger über den Tod
tern und der ganze Bau versehen mit drei in den he durch den Bischof wurde noch an der Kirche aufrecht mit ausgebreiteten Armen am Kreuz.
Himmel ragenden Türmen. Von 1855 bis 1865 weitergebaut, denn der hohe Westturm war noch Das Kreuz deutet das Geschehen am Altar bei
wurde von den Handwerkern an der Kirche ge- nicht ganz vollendet. Die nachfolgenden Pfarrer der Messe: „Deinen Tod, o Herr, verkünden
baut. Der Bau besteht aus roten Ziegeln und aus statteten die Kirche weiter mit Altären, Heiligenbil- wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du
Ibbenbürener Sandstein. Die Ziegel ließ Pfarrer dern und -fi guren aus. Zum Ende des vorigen Jahr- kommst in Herrlichkeit.“
Lorenbeck in Sendenhorst brennen, wozu er hunderts ist die ganze Kirche in kräftigen Farben
eigene Ziegelbrennereien gegründet hatte. Die ausgemalt worden, wovon heute nichts mehr zu Aufgabe:
Sandsteinquader wurden von den Bauern mit sehen ist. Pfarrer Josef Brink hat in den sechziger 1. Weißt du, aus welchem Kirchenfenster
ihren Pferdefuhrwerken aus Greven an der Ems Jahren die Kirche gründlich erneuern lassen. Ab- dieses Stück heraus gezeichnet wurde?
herbeigeholt, wo Pfarrer Lorenbeck die ausge- schluss der Erneuerung bildete am Fest Fronleich- 2. Welche Begebenheit zeigt
diente Schleuse des ehemaligen Max-Clemens- nam 1965 die Weihe des jetzigen Altares durch den dieses Fensterstück?
Kanals gekauft hatte, die aus Sandstein erbaut damaligen Weihbischof Heinrich Tenhumberg. 3. Ausmalen – Entfällt
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